Caper
Caper untersucht mediterrane Vegetation als System von Anpassung, Überleben und räumlicher Organisation.
Aus der Beobachtung der Kapernpflanze entsteht eine textile Struktur aus Wiederholung und Verdichtung, in der Wachstum nicht linear, sondern als Anpassung an begrenzte Bedingungen sichtbar wird. Die Pflanze wächst aus Mauern, Fugen und felsigen Oberflächen heraus und findet ihren Platz dort, wo andere Formen von Vegetation kaum bestehen können.
Mich fasziniert an ihr weniger ihre Erscheinung als ihre Logik. Die Kapernpflanze verhandelt permanent Raum, Hindernisse und Ressourcen. Sie breitet sich nicht trotz ihrer Umgebung aus, sondern entwickelt sich durch die Bedingungen, die sie umgeben.
Diese Beobachtungen werden in eine textile Oberfläche übersetzt, in der Rhythmus, Wiederholung und Verdichtung eine zentrale Rolle spielen. Das Textil wird zu einer räumlichen Interpretation natürlicher Organisationsformen.
Caper versteht Pflanzen nicht als dekoratives Motiv, sondern als Modelle von Widerstandsfähigkeit und Anpassung. Die Arbeit fragt danach, wie Stabilität entstehen kann, wenn Wachstum immer mit Begrenzung und Veränderung verbunden ist.
Jahr2025TechnikTuftingMaterialrecycelte WolleMasse1.35m x 1.45m









